Die ehemalige Günthersmühle.Schon im Jahre 1277 wurde eine Wassermühle vor der Stadt urkundlich erwähnt.
Nachdem sich die Mühle über viele Jahre im Besitz des Klosters Ichtershausen und später des Benediktinerinnenklosters zu Arnstadt befand, war sie am 03. Dezember 1325 in das Eigentum der
Grafen von Schwarzburg übergegangen.
In den Jahre zwischen 1571 bis 1575 ist die gesamte Günthersmühle mit einem Backhaus sowie einer Öl- und einer
Schneidemühle neu erbaut worden.
Am 18. Januar 1788 kam es zu einem großen Feuer in der Günthersmühle. Gegen 5 Uhr morgens brannten alle
Nebengebäude der Mühle - das Backhaus, die Öl-, Graupen- sowie die Schneidemühle ab. Allein das Hauptgebäude blieb verschont.
Am 15. September
1859 kaufte der in Merseburg geborene Hugo Woltersdorf, Mitinhaber der Maschinenfabrik und Eisengießerei "Klusemann & Woltersdorf" aus Sudenburg bei Magdeburg, die Günthersmühle.
In der Nacht vom 17. zum 18. März 1872 zu kam es erneut zu einem schrecklichen Großbrand in der Mühle. Das Feuer vernichtete diesmal die beim letzten Brand restlich erhalten gebliebenen
historischen Bauten der Günthersmühle gänzlich.
Kurz nach dem Brand wurde die Mühle neu aufgebaut.
Heute ist allerdings nur noch die ehemalige
Fabrikantenvilla erhalten geblieben, die Mühlengebäude mußten in den 1990er Jahren einigen Wohnneubauten weichen.